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18. Dezember 2025 von Marcel

„Die Realität besteht nicht aus Hass und Hetze“

„Die Realität besteht nicht aus Hass und Hetze“
18. Dezember 2025 von Marcel

Im Okto­ber wähl­ten die Jusos Nie­der­sach­sen Lara Mey­er (Land­kreis Diep­holz, Mas­ter­stu­den­tin Bio­lo­gie, 26) und Jar­no Beh­rens (Leer, Mas­ter­stu­dent Poli­tik, Wirt­schaft, Eng­lisch auf Lehr­amt, 24) zur neu­en Dop­pel­spit­ze. Wie es läuft, wel­che The­men und Plä­ne für 2026 auf ihrem Pro­gramm ste­hen und war­um sie sich von Hass­kom­men­ta­ren in Sozia­len Medi­en nicht abschre­cken las­sen, berich­ten sie im Interview:

 

Hal­lo Lara, hal­lo Jar­no. Vor weni­gen Wochen wur­det Ihr zu den Vor­sit­zen­den der Jusos Nie­der­sach­sen gewählt. Wie läuft es?

Lara: Sehr gut, wir neh­men Fahrt auf, haben eini­ge The­men auf dem Zet­tel und spü­ren sehr viel Moti­va­ti­on – zwi­schen uns und aus dem Gesamt­vor­stand. Wir freu­en uns dar­auf, die­se The­men zu beglei­ten, auch mit Blick auf den Kommunalwahlkampf.

Jar­no: Da gehe ich mit. Ich darf das ja schon ein Jahr län­ger machen. Aber es ist trotz­dem noch mal ein ech­ter Auf­bruch, das hat man auch bei der star­ken Lan­des­kon­fe­renz gemerkt. Es waren arbeits­rei­che und span­nen­de Wochen.

Was hat Euch am meis­ten überrascht?

Lara: Für mich als Neue in der Posi­ti­on war es die Ver­ant­wor­tung, die eine ande­re ist als die, die ich als stell­ver­tre­ten­de Bezirks­vor­sit­zen­de inne­hat­te. Die Takt­zahl ist eine ande­re, aber im posi­ti­ven Sinne.

Jar­no: Mich hat gefreut, dass es sich sehr schnell ein­ge­spielt hat mit der neu­en Dop­pel­spit­ze. Wir stu­die­ren auch an der glei­chen Uni, das macht es noch ein biss­chen leichter.

Ihr bei­de enga­giert Euch seit Jah­ren in der Kom­mu­nal­po­li­tik. Wie kam es dazu? Was ist das Gute daran?

Lara: Man hat mir gesagt: ‚Lara, das kannst Du.‘ Und dann habe ich nicht schnell genug Nein gesagt. (alle lachen)
Tat­säch­lich bin ich sehr sup­port­et wor­den in mei­ner Posi­ti­on als Gemein­de­rä­tin, das war gut. The­ma­tisch war ich von vorn­her­ein begeis­tert, und so konn­te ich mir das zutrau­en und habe das Amt mit Freu­den ange­nom­men. Das hat mich sehr moti­viert. Ich wer­de auch 2026 wie­der kan­di­die­ren. Man ist sehr nah dran an den The­men, man kann sehr viel direkt umset­zen. Ich kann es echt emp­feh­len. Also, Leu­te, geht in die Kommunalparlamente!

Jar­no: Auf jeden Fall. Ich war zuerst bei den Jusos aktiv, habe dann 2023 den Vor­sitz mei­nes SPD-Orts­ver­eins über­nom­men. Ich bin also nah an den kom­mu­na­len The­men, und es ist sehr erfül­lend, wenn man vor Ort kon­kret Ver­än­de­run­gen vor­an­brin­gen kann – neben den vie­len Debat­ten und Beschluss­vor­schlä­gen, die wir natür­lich eben­falls füh­ren und machen. Ich kann mich Lara nur anschlie­ßen und eben­falls emp­feh­len, in der Kom­mu­nal­po­li­tik aktiv zu wer­den. Und auch ich kan­di­die­re im kom­men­den Jahr für den Stadt­rat. Ins­ge­samt erle­be auch ich eine sehr poli­ti­sche Jugend.

Lara: Wobei es manch­mal wirkt, als ob sich jun­ge Men­schen nicht mehr für Poli­tik inter­es­sie­ren. Tat­säch­lich ist es aber so, dass sich vie­le ein­fach nicht abge­bil­det und gese­hen füh­len in der aktu­el­len Poli­tik. Es wird zu oft und zu viel über jun­ge Leu­te gere­det als mit ihnen. Das muss sich drin­gend ändern.

Vie­le sind abge­schreckt von Hass und Het­ze vor allem in Sozia­len Medi­en. Könnt Ihr das ver­ste­hen? Was sagt Ihr dazu?

Jar­no: Es ist schlim­mer gewor­den in den letz­ten Jah­ren. Was für Hass­kom­men­ta­re zu lesen sind, ist teil­wei­se unglaub­lich. Es ist aber nicht unbe­dingt ein Phä­no­men der jun­gen Gene­ra­ti­on, die emp­fin­de ich sogar über­wie­gend als sehr respekt­voll. Ins­ge­samt aber wäre es ein gro­ßer Feh­ler, sich davon abschre­cken zu las­sen. Es gibt star­ke Netz­wer­ke in der SPD und bei den Jusos, und es ist unse­re Auf­ga­be, dage­gen zu halten.

Lara: Abso­lut. Wenn man sich raus­hält, haben die­se Leu­te, die die Hass­kom­men­ta­re schrei­ben, den Gesamtraum im Inter­net für sich. Das kann man vor allem dadurch stop­pen, dass man prä­sent ist. Man muss nicht auf jeden Kom­men­tar reagie­ren, aber prä­sent zu sein, die eige­ne Mei­nung dar­zu­stel­len, ist super wich­tig, denn so kommt man in die Feeds der ande­ren. Es gibt vie­le, die im Netz nur mit­le­sen und sich selbst nicht äußern. Wenn die immer nur Hass und Het­ze sehen, dann wird ihre Wahr­neh­mung auch ent­spre­chend geprägt. Des­halb ist es so wich­tig, auch die ande­re Dar­stel­lung zu zei­gen. Auch wenn es einem manch­mal schwer­fällt. Aber dafür ste­hen wir ja auch nicht allei­ne da, son­dern als Gruppe.

Jar­no: Unter­strei­che ich. Und man darf auch nicht glau­ben, dass das die Rea­li­tät ist. Die Rea­li­tät besteht nicht aus Hass und Het­ze. Das müs­sen wir immer wie­der deut­lich machen.

Vor der SPD in Nie­der­sach­sen ste­hen span­nen­de Zei­ten, am 13. Sep­tem­ber 2026 sind Kom­mu­nal­wah­len, ein Jahr spä­ter wird ein neu­er Land­tag gewählt. Was erwar­tet Ihr vom Wahlkampf?

Lara: Wir erwar­ten, dass vie­le jun­ge Kan­di­die­ren­de dabei sind, die ihre The­men in die Par­la­men­te hin­ein­brin­gen. Zum Bei­spiel müs­sen wir Kom­mu­nen befä­hi­gen, zu gestal­ten und nicht nur Män­gel zu ver­wal­ten. Dafür braucht es auch genü­gend Finanzmittel.

Jar­no: Wir wol­len gezielt jun­ge Leu­te anspre­chen, um die Jugend nach vor­ne zu brin­gen bei den Kom­mu­nal­wah­len. Ich bin über­zeugt: Wir kön­nen nur gewin­nen, wenn wir die Gesell­schaft abbil­den. Dafür wür­de ich mir mehr Rege­lun­gen wün­schen, um jun­ge Men­schen auf den Lis­ten der SPD noch prä­sen­ter zu machen. Wir wün­schen uns, dass es in ganz Nie­der­sach­sen star­ke jun­ge Leu­te gibt, die für die SPD und die The­men der Men­schen im Land kämpfen.

Wel­che The­men trei­ben Eure Gene­ra­ti­on zur­zeit am meis­ten um?

Jar­no: Bil­dung ist ein wich­ti­ges The­ma, das liegt ja nahe, auch Pro­ble­me, die Aus­zu­bil­den­de und Stu­die­ren­de haben, sind uns wich­tig, und da erwar­ten wir auch kla­re Antworten.

Lara: Bil­dung ist wirk­lich ein zen­tra­les The­ma, in den Schu­len wer­den die Men­schen demo­kra­tie­fest gemacht, in den Schu­len ver­brin­gen jun­ge Leu­te auch die meis­te Zeit. Wenn Schu­le aber nicht funk­tio­niert, weil die Tafel run­ter­kracht oder digi­ta­le Teil­ha­be nicht mög­lich ist, weil man sich die Lern­mit­tel nicht leis­ten kann, dann brau­chen wir dafür Lösun­gen. Genü­gend finan­zi­el­le Mit­tel, genü­gend Lehr­kräf­te und so wei­ter. Ein wei­te­res sehr rele­van­tes The­ma ist für mich die Kli­ma­kri­se. Vie­le jun­ge Men­schen fra­gen sich: Schaf­fen wir unse­re Ziel­set­zung der Kli­ma­neu­tra­li­tät 2035 und war­um wird der­zeit wie­der so stark abge­bremst? Es ist unse­re Lebens­rea­li­tät und Zukunft, mit der da gespielt wird.

Jar­no: Genau. Dar­über­hin­aus ist bezahl­ba­rer Wohn­raum für Aus­zu­bil­den­de und Stu­die­ren­de ein gro­ßes The­ma. Vie­le leben in pre­kä­ren Ver­hält­nis­sen und kön­nen sich trotz Aus­bil­dungs­ver­gü­tung, Bafög oder Mini­job vie­les schlicht nicht mehr leisten.

Bei der Kom­mu­nal­wahl dür­fen 16-Jäh­ri­ge mit­wäh­len, bei der Land­tags­wahl müs­sen Wäh­ler voll­jäh­rig sein. Soll­te das geän­dert werden?

Jar­no: Unbe­dingt. Wenn man dar­über dis­ku­tiert, jun­ge Men­schen zum Dienst an der Waf­fe zu ver­pflich­ten, dann soll­te man die­sen jun­gen Men­schen auch zutrau­en, eine rich­ti­ge Wahl­ent­schei­dung tref­fen zu können.

Lara: Und sie vor­her auch mit­re­den lassen.

Jar­no: Und des­we­gen ein ganz drin­gen­der Appell, das bis zur Land­tags­wahl umzusetzen.

Tra­di­tio­nell sind die Jusos bei vie­len The­men kampf­lus­tig und spa­ren auch inner­halb der SPD nicht unbe­dingt mit Kri­tik. Wenn Ihr Euch etwas wün­schen könn­tet, das sofort Rea­li­tät wer­den wür­de, was wäre das?

Jar­no: Bei mir wäre es kos­ten­freie Bil­dung von der Krip­pe bis zum Mas­ter oder Meis­ter. Es darf nichts mehr kos­ten, sein Kind in die Krip­pe zu geben, es darf nichts mehr kos­ten, ein Schul­buch zu besit­zen, und so wei­ter. Da hat die SPD in Nie­der­sach­sen schon viel erreicht. Das ist gut, aber der Weg ist noch lan­ge nicht zu Ende gegangen.

Lara: Da wür­de ich mit­ge­hen. Ich hät­te aber auch noch einen Wunsch zum Stich­wort Kli­ma­kri­se und Trans­for­ma­ti­on. Wenn ich jetzt schnip­sen könn­te, dann hät­ten wir in Nie­der­sach­sen die sozi­al-öko­lo­gi­sche Trans­for­ma­ti­on in allen unse­ren Indus­trie­be­rei­chen abge­schlos­sen – inklu­si­ve lang­fris­tig gesi­cher­ter, guter Arbeits­plät­ze. Ich glau­be, hier­bei kön­nen wir in Nie­der­sach­sen wirk­lich Vor­rei­ter sein. Wir kämp­fen auf jeden Fall wei­ter dafür.

 

Vie­len Dank für Eure Ant­wor­ten. Zum Schluss noch ein klei­nes Spiel. Bit­te ver­voll­stän­digt fol­gen­de Sätze:

 

Ich bin in die SPD ein­ge­tre­ten, weil …

Lara: … eine sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei mei­ne Hei­mat ist.
Jar­no: … sie die sta­bils­te Kraft im Kampf für die Demo­kra­tie ist.

Künst­li­che Intel­li­genz bedeu­tet für mich …

Lara: … span­nen­de (leicht iro­nisch) Gesprä­che mit ChatGPT. Und eine neue Ent­wick­lungs­stu­fe, die man gesell­schaft­lich beglei­ten muss.
Jar­no: Dem kann ich mich anschließen.

Mei­ne Ren­te ist…

Lara: … mir so wich­tig, dass ich immer dafür kämp­fen würde.
Jar­no: … sicher, wenn wir end­lich alle in das Ren­ten­sys­tem einbeziehen.

Sor­ge macht mir der­zeit in Niedersachsen …

Lara: … dass die AfD Zulauf bekommt. Die machen nichts für die Men­schen, gar nichts. Im Gegen­teil wür­den sie die Lebens­rea­li­tät der Men­schen ver­schlech­tern, wenn sie Macht bekom­men wür­den. Das müs­sen wir verhindern.

Jar­no: Das sehe ich abso­lut genauso.

Mir macht aber Mut, dass…

Jar­no: … es unglaub­lich vie­le star­ke und kämp­fe­ri­sche Jusos und Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und Sozi­al­de­mo­kra­ten in Nie­der­sach­sen gibt, die sich dem ent­ge­gen­stel­len. Und es dürf­ten gern noch mehr werden.

Lara: Dem schlie­ße ich mich an.

Zum Ende des Jah­res wün­sche ich den Genossen…

Lara: … ein paar schö­ne, ruhi­ge Stunden. 
Jar­no: Genau. Um Kraft zu schöp­fen für den Kom­mu­nal­kampf 2026.

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